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Die Kümmeltürkin geht - Bild 1/6 • >
     
     

DIE KÜMMELTÜRKIN GEHT


IM LAND MEINER ELTERN


MALOU


ZWICKEL AUF BIZYCKEL


CONFUSION / DIFFUSION


DER DEUTSCHE FREUND


WER SICH NICHT WEHRT KANN NICHT GEWINNEN


MOSCONI ODER WEM GEHÖRT DIE WELT


FICTIONAL LIES ON RIGHT OCCASIONS


ANNAS SOMMER


AMIGOMÍO


LA AMIGA


DESEMBARCOS –  es gibt kein Vergessen


DIE VERLIEBTEN

   

DIE KÜMMELTÜRKIN GEHT

Deutschland 1985

16 mm, 88 min, Farbe, Originalfassung deutsch und englischen Untertiteln


Inhaltsangabe:

Der Film stellt dem Schlagwort "Ausländerproblem" die Realität eines Einzelschicksals entgegen: Melek, eine 38jährige Türkin, verläßt nach 14 Jahren West-Berlin und kehrt in ihre Heimat zurück. Sie hat, wie sie auf gut deutsch sagt, "die Schnauze voll". Melek paßt schlecht in das Klischee von der unterdrückten türkischen Frau. Sie ist selbstbewußt, klug, realistisch; mit einem Lächeln um den Mund und Trauer in den Augen. Und doch haben die Jahre der erfolglosen Versuche, der Enttäuschungen und Demütigungen und des sich "Anpassenmüssens" die temperamentvolle Frau mit der "Stehauf-Männchen-Natur" schließlich zermürbt. Mit vielen Koffern und unbeirrbarer Zuversicht auf eine bessere Zukunft in der Heimat kehrt sie in die Türkei zurück.
Der Film ist das Porträt einer unüblichen Frau, einer Überlebenskünstlerin, die uns zwingt, die Vorstellungen, die wir von einer "typischen" Türkin haben, zu überprüfen. Ein sensibles Porträt einer faszinierenden Frau vor einem beunruhigenden politischen Hintergrund.


Pressestimmen (Auswahl):

"Doch noch nie hat man dieses Thema - trotz zahlreicher filmischer Bemühungen darum - so ganz und gar unsentimental und doch feinnervig dargestellt gesehen. Hier werden keine wortreichen Schuldzuweisungen wie Holzhammer geschwungen, hier genügen liebevoll-scharfsichtige und nachdenkliche Beobachtungen, die betroffen machen, zornig, die anstacheln, die eigene Hilflosigkeit, gepaart mit dem kopfabwendenden schlechten Gewissen, zu überwinden. 'Die Kümmeltürkin geht' - das ist Kino der Provokation, des Zorns und der Spannung."
Hannoversche Allgemeine, Hannover (gt, 19.04.85)

"Für mich war dies einer der besten diesjährigen Berlinale-Filme, weil er mehr erreicht und bewegt als viele Worte, Reportagen oder Diskussionen."
TIP, Berlin (Hans-Ulrich Pönack, Nr. 8/85)

"So gelingt es ihr, einem Thema, das heute verbraucht scheint, neue, überraschende Bilder und Töne zu entlocken"
Frankfurter Rundschau, Frankfurt am Main (Malte Ludin, 30.04.85)

 

   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
Regie und Drehbuch:
Jeanine Meerapfel
   
Kamera:
Johann Feindt
   
Ton:
Paul Oberle/ Margit Eschenbach
   
Schnitt:
Klaus Volkenborn
   
Musik:
Jakob Lichtmann
   
Produktion:
Journal Film KG, Klaus Volkenborn
   
Darsteller:
Melek Tez, Family Kantemir, Niyazi Türgay, Maksud Yilmaz, Erna Krause, Etta Czach
   
Vertrieb:
DVD Edition (eine Auswahl aus Jeanine Meerapfels Filmen)
Neue Visionen: info@neuevisionen.de
www.goodmovies.de
   
   
   
Preise:
Deutscher Kritikerpreis 1985; Otto-Dibelius-Preis der Evangelischen Kirche, Berlin 1985
   
Filmfestivals:
Berlin, London, Leipzig, Edinburgh, Strasbourg, Festival du cinéma du reél, Paris, Valladolid, etc.