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La Amiga - Bild 1/5 >
       
     

LA AMIGA


DESEMBARCOS –  es gibt kein Vergessen


DIE VERLIEBTEN


DIE KÜMMELTÜRKIN GEHT


IM LAND MEINER ELTERN


MALOU


ZWICKEL AUF BIZYCKEL


CONFUSION / DIFFUSION



DER DEUTSCHE FREUND


WER SICH NICHT WEHRT KANN NICHT GEWINNEN


MOSCONI ODER WEM GEHÖRT DIE WELT


FICTIONAL LIES ON RIGHT OCCASIONS


ANNAS SOMMER


AMIGOMÍO

   

LA AMIGA

Deutschland/ Argentinien

1988 35 mm, 109 min, Farbe, Originalfassung spanisch mit englischen Untertiteln und synchronisierte deutsche Fassung


Inhaltsangabe:

Es ist die Geschichte einer engen und widersprüchlichen Freundschaft zweier Frauen vor dem Hintergrund der Militärdiktatur in Argentinien. Den Kinderschwur, Schauspielerin zu werden, hat nur Raquel verwirklicht. Maria heiratet einen Elektriker und wird Mutter dreier Kinder. Als die Militärs 1976 die Macht übernehmen, wird Marias ältester Sohn Carlos wie zahllose andere, verschleppt. In ihrer Verzweiflung wendet sich Maria an die inzwischen prominent gewordene Freundin, die sich solange mit ihr auf die Suche nach dem Sohn begibt, bis sie selbst bedroht wird. Raquel verläßt das Land, geht nach Berlin, in die Stadt, die ihre Eltern nach Hitlers Machtergreifung verlassen mußten. Maria schließt sich unterdessen den Müttern der Plaza de Mayo an, einer Gruppe argentinischer Frauen, alle auf der Suche nach ihren verschleppten Verwandten. Als sich die Freundinnen wieder begegnen, haben sich beide stark verändert. Raquel kehrt nach der Militärdiktatur 1983 nach Buenos Aires zurück. Sie ist ängstlich geworden, versucht sich anzupassen und zu vergessen. Sie will, daß ihre Freundin aufhört zu fordern, daß sie einsieht, daß Carlos tot ist. Aber Maria besteht darauf: ihr Sohn ist nicht tot, er ist "verschwunden". Nichts soll vergessen werden, so daß sich nichts wiederholt.


Pressestimmen (Auswahl):

"Das Problem so vieler politischer Filme ist ja, daß sie ihre Zuschauer zu eindeutigen Haltungen (und Gefühlen) zwingen. Jeanine Meerapfel dagegen unterlegt ihrem Film mehrere Perspektiven, die die Geschichte von Anfang an offen und hinterfragbar halten. (...) Es gehört zu der Faszination dieses Films, daß man hin- und hergerissen reagiert auf diese beiden Frauen; mal fühlt man mit der einen, mal mit der anderen. (...) ist Jeanine Meerapfels politisches Melodram eine nachdenkliche Studie über die rebellische Macht inmitten politischer Ohnmacht, mit vielen leisen Zwischentönen."
Die Zeit, Hamburg (Norbert Grob, 26.09.91)

" ...der Film 'La Amiga' ist weit entfernt von jeglichem Polit-Kitsch. Er wirft Fragen auf, liefert aber keine raschen, bequemen Antworten."
Göttinger Tageblatt, Göttingen (Michael Schäfer, 14.12.91)

 

   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
Regie:
Jeanine Meerapfel
   
Drehbuch:
Jeanine Meerapfel/Alcides Chiesa
   
Kamera:
Axel Block
   
Ton:
Dante Amoroso/Gunter Kortwich
   
Schnitt:
Juliane Lorenz
   
Musik:
José Luis Castiñeira de Dios
   
Darsteller:
Liv Ullmann, Cipe Lincovsky, Federico Luppi, Victor Laplace, Harry Baer
   
Produktion:
Klaus Volkenborn, Journal Film KG, Berlin/Alma Film GmbH, Berlin/Jorge Estrada Mora Producciones, Buenos Aires
   
   
Preise:
Friedensfilmpreis, Berlin 1990 - lobende Erwähnung der Internationalen Katholischen Organisation für Film und Audiovision La Habana 1988 - 2. Preis Filmschau Nürnberg 1990 - 1. Preis Beste Darstellerinnen San Sebastián 1988 - Bundesfilmpreis-Nominierung
   
   
   
Filmfestivals:
Montreal, Sydney, Chicago, Straßburg, Festival Latino in New York, Miami, Istanbul, Köln, etc.
   
   
Vertrieb:
DVD Edition (eine Auswahl aus Jeanine Meerapfels Filmen)
Neue Visionen: info@neuevisionen.de
www.goodmovies.de
   
   
     
Internationaler Vertrieb:
Malena Filmproduktion: info@malenafilm.com
     
Kinoverleih:
Deutsche Kinemathek: filmverleih@deutsche-kinemathek.de